Scoutwww.scout-schulranzen.de

Der Scout wurde 1975 eingeführt. Hauptvorteil gegenüber den damals verbreiteten Lederschulranzen war das geringere Eigengewicht durch den Einsatz von Textilgewebe. Auch die Verwendung von fluoreszierendem orangefarbenem Gewebe und Schlössern mit „Katzenaugen“ führte zur Erhöhung der Sicherheit der Schulkinder auf dem Schulweg.

1986 wurde die Herstellerfirma des Scout, die A. Sternjakob GmbH & Co. KG, zur Mitbegründerin des DIN-Ausschusses und war maßgeblich an der Einführung der neuen „Schulranzen-Norm“ beteiligt. In dieser wurden einheitliche Standards zum Thema Sicherheit und Qualität festgelegt. Bei der Sicherheit definiert die DIN 58124 heute: 20% der sichtbaren Flächen eines Schulranzens sind fluoreszierend (also in der typischen „leuchtenden“ Warnfarbe), 10% retroreflektierend (also mit Material ausgestattet, das auftreffendes Licht zurückwirft). Auch bei Verarbeitungsqualität und Material stellt die DIN 58124 hohe Anforderungen. So muss beispielsweise der Scout-Schulranzen einen Fall aus 1m Höhe unbeschadet überstehen.

Für die Marke Scout definierte Sternjakob noch strengere Regeln als die DIN, beispielsweise den Eckfalltest, bei dem der Schulranzen einen Fall aus 1 m Höhe auf eine Ecke bestehen muss. Der Hersteller achtet darüber hinaus auf eine hohe Materialqualität: Das stabile Polyester- bzw. Nylongewebe heutiger Scouts ist extrem scheuer- und reißfest (Schuss 100 kg, Kette 180 kg) und hochwertig mit einem Echtheitsgrad von 4–5 gefärbt (Höchstwert: 5). Die Beschichtung ist wasserundurchlässig (Wassersäule 10.000 mm), die Außenseite wasserabweisend imprägniert. Darüber hinaus sind Scout-Schulranzen und Zubehörteile frei von Azofarbstoffen, Cadmium, PCP und allergieauslösenden Farbmitteln und zu 100% recyclingfähig.

Nach dem eckigen Ur-Scout von 1975 wurden nach und nach neue Modelle eingeführt: 1997 der Scout Maxi, der erste Schulranzen im Rucksackdesign – und damit Vorreiter eines bis heute anhaltenden Trends – ausgezeichnet mit dem Red-Dot-Designpreis. 2001 brachte Sternjakob dann den Scout Easy I auf den Markt – eine zeitgemäße Neuinterpretation des klassischen Scout-Designs. 2002 folgte der Easy II mit schmalerem Korpus und zusätzlichen Seitentaschen. 2006 wurde der Scout Mega mit großem Volumen und durchdachter Raumaufteilung lanciert und ebenfalls mit einem red dot design award vom Design-Zentrum Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Um den immer jünger werdenden einzuschulenden Kindern einen kompakteren Schulranzen anbieten zu können, führte man im Herbst 2009 den Scout Nano ein. Dieser wurde – als erster Scout überhaupt – in einer limitierten Sonderauflage zusätzlich mit einem zuschaltbaren LED-Lichtband ausgestattet („Scout Nano Active Lite“) – für noch mehr Sicherheit auf dem Schulweg.

Die Modelle der Scout-Kollektion werden immer wieder von der Stiftung Warentest getestet. Aktuelle Ergebnisse des Schulranzen-Tests von Heft 4/2009: Scout Easy II: Gesamtnote Gut (1,8) und damit Testsieger, Scout Maxi: Gesamtnote Gut (1,9), Scout Mega: Gesamtnote Gut (2,2). Im Test waren insgesamt 12 Schulranzen. Der Scout Nano war zum Testzeitpunkt noch nicht auf dem Markt.