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1921 gründete Richard Sieper ein Gießereiunternehmen in Lüdenscheid. Es wurde Basis der heutigen Firma SIKU (Sieper Kunststoffe). Vor dem 2. Weltkrieg wurden hauptsächlich Konsumgüterartikel und Koppelschlösser gefertigt. Nach Entwicklung von thermoplastischen Kunststoffen wurden daraus Konsumgüter – wie Badezimmer-Spiegelschränke und Regale – produziert. 1943 wurde dann parallel eine Produktionsstätte in Hilchenbach-Müsen eröffnet, die nun diese Kleinmöbel herstellt und dort heute, unter dem Namen Sie-Bad GmbH (ehemals Sieper Werke GmbH), firmiert.

Diese Sparte ist seit 2009 Insolvent. Der Aufstieg als Spielzeughersteller begann 1950. SIKU wurde als Marke eingetragen und gehört zu den Ausstellern der 1. Nürnberger Spielwarenmesse. Gezeigt wurden erstmals Spielwaren aus Kunststoff, u. a. ein Bauernhof mit Tieren. Ab 1954 werden Spielzeugmodelle, zunächst ausschließlich aus Kunststoff, gefertigt. Die Produktion von Spielzeugmodellen aus Metall beginnt 1963. Sie werden im Zinkdruckgussverfahren hergestellt. Inzwischen werden jährlich viele Millionen (Modell) Fahrzeuge hergestellt.

Scherzhaft wird SIKU in Lüdenscheid als Europas größter Autohersteller bezeichnet. Auch ist das örtliche KFZ-Kennzeichen MK (zuvor LS für Lüdenscheid) das wohl meistverbreitete der Welt, da es auf vielen der täglich ca. 45.000 verkauften SIKU-Autos steht. Die aktuellen Siku-Modelle tragen jedoch inzwischen komplett das Kennzeichen von Siegen bzw. des Kreises Siegen-Wittgenstein SI-KU.